Soziale Medien können viel: Anstrengend, interessant, zeitfressend, intensiv, nervig, belustigend oder auch aufregend. Je nachdem. Was sie vor allem aber sind: Sie sind sehr lehrreich. Warum? Weil Du mit ihnen lernen kannst, Dein Zeitmanagement und Deine digitalen Fähigkeiten auf ein neues Level zu bringen. 

Als ich vor Jahren in den sozialen Medien erste Schritte machte, fragte ich mich vor allem:

  1. Wie machen die Menschen das, dass sie immer und überall gleichzeitig posten, gucken und reagieren?
  2. Was soll ich konkret machen in den sozialen Medien, damit es mir was bringt?
  3. Wie kann ich so ein bodenloses Fass an Informationen, Lektionen und Ablenkendem in den Griff bekommen?

Warum Du Dir die sozialen Medien überhaupt antun solltest? Sie bringen Dir ein reiches Netzwerk, wenn Du es richtig anstellst. Warum solltest Du Dein Netzwerk ausbauen? Weil Du damit Deine Zielgruppe ausbaust und verfeinerst, Neukund*innen generierst und Spaß hast! Ich gebe Dir 3 Tipps, was es dabei zu beachten gilt!

Zeit und Energie für Deine sozialen Medien

Bevor Du tatsächlich ans Netzwerken in den sozialen Medien denkst, musst Du für Dich ein paar Fragen kläre, meiner Meinung nach:

  1. In welchem Kanal befindet sich meine Zielgruppe?
  2. Wieviel Zeit habe ich pro Tag oder pro Woche für die sozialen Medien?
  3. Was brauche ich noch an Kenntnissen oder Begriffen, damit ich die Kanäle, die ich bespielen will, überhaupt 100% verstehe.
  4. Will ich die sozialen Medien selber bespielen oder delegiere ich es einfach an jemanden, der sich auskennt und Zeit sowie Spaß daran hat?
  5. Brauche ich mir all diese Fragen erst gar nicht stellen, weil ich jetzt schon frustriert oder gehemmt oder blockiert bin, was soziale Medien angeht?

Tu Dir selber einen Gefallen: Wenn Du bereits weißt, dass soziale Medien und die Interaktion Dir sowieso keinen Spaß macht und Dich eher stresst: Lass es! Bleib Dir selber treu und quäl dich nicht, denn dann wird es auch nicht funktionieren, dass Du damit ein solides und sinnvolles Netzwerk aufbauen kannst.

Soziale Medien sind wie Haustiere: Sie brauchen Futter, Deine Zeit und Deine Energie. “Einfach so nebenher” Content produzieren, Grafiken erstellen, Claims entwickeln, Kommentare beantworten, auf Fragen reagieren (und vieles mehr) funktioniert nicht!

Netzwerk-Tipps für deine sozialen Medien

Netzwerken in den sozialen Medien ist ein großes Thema. Es könnte ein ganzes Studium sein. Ich gebe Dir 3 wertvolle Tipps, die Du direkt umsetzen kannst:

1. Schau mal, welche Mitarbeitenden bzw. Kontakte (Follower) es bei den Organisationen, Medien, Unternehmen oder Institutionen es gibt bei LinkedIn, Instagram, Facebook und Co. Schreib ihnen eine Vernetzungsanfrage. Tu dies aber immer mit einer persönlichen Nachricht, auch wenn es mehr Arbeit ist, als einfach auf “Kontaktanfrage schicken” o.ä. zu klicken. Es lohnt sich! Ein Beispiel für eine solche Kontaktanfrage kann z.B. sein: “Klasse, dass Ihr Euch beim STRIVE Magazin (oder Frauenhofer Institut oder sonstige Organisation – es dient hier nur als Beispiel!) für Equal Pay stark macht. Es ist auch in meinem Arbeitsalltag Thema. Ich freue mich über unsere Vernetzung.”

2. Welche Beiträge oder Artikel bzw. Post triggern Dich und warum? Achte darauf, dass es Menschen aus Deiner Zielgruppe sind, denen die Accounts gehören und kommentiere unter ihre Posts. Du kannst z.B. ganz ehrlich schreiben: “Dein Beitrag zu XYZ fand ich sehr gut. Ich finde, dass XYZ … Lass uns gerne vernetzen.”

3. Schau, wer alles Deinen Beitrag oder Post kommentiert oder liked. Schreib diese Menschen an und frag, wie ihre Meinung zu einem Thema ist oder ob Sie Erfahrungen mit etwas Bestimmten haben. 

In jedem Fall kreierst Du Interaktion und zeigst Interesse. Natürlich sollte das kein Fake sein, sondern ehrlich gemeint. Wenn Du Dich mit Deinem Gegenüber beschäftigst, dann findet Ihr sicher ein Thema, einen Aufhänger, vielleicht sogar eine Synergie auf die ihr weiter aufbauen könnt.

Hinterlassen Sie eine Antwort